DIN 4102

    Das Brandverhalten von Baustoffen wird nach den DIN-Normen der Normenreihe DIN 4102 klassifiziert. Die einzelnen Bauteile werden in den Teilen der DIN 4102 behandelt. Auf IT und Rechenzentren bezogen, bedeutet die DIN 4102 nur unzureichenden Schutz. Warum? Tests des physikalischen Prüfinstituts Braunschweig nach DIN 4102 haben gezeigt, dass sich eine F90-Betonwand bei hoher Beflammung zur Feuerseite einige Zentimeter wölben kann. Der unzureichende Schutz für IT entspringt den strengen Belastungsgrenzwerte für Daten und IT-Systeme in der Europäischen Norm EN 1047. Diese spezifiziert eine maximale Temperaturbelastung für magnetische Datenträger mit 50 °C, für die Hardware sind dies maximal 70 °C. Im Hinblick auf die Luftfeuchtigkeit liegt der Maximalwert sowohl für magnetische Datenträger als auch Hardware bei 85 Prozent. IT-Systemstandorte sind somit grundsätzlich als eigenständiger Brandabschnitt nach DIN 4102, F90 auszuführen. Da auch Rauch und korrosive Brandgase keinesfalls in den IT-Systemstandort eindringen dürfen, ist der Luftaustausch zwischen innen und außen in Grenzen zu halten. Es ist ratsam, die Rauchdichtigkeit in Anlehnung an DIN 180595 Teil 2 (Rauchschutztür) zu realisieren.

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